Konfirmation in Zürich weiterhin nur mit Unterrichtbesuch

Die reformierte Synode des Kantons Zürich will, dass Jugendliche auch künftig den Konfirmandenunterricht besuchen. Das Kirchenparlament setzt ausserdem mit einer Resolution ein Zeichen in der Klimadebatte.


Die Konfirmation gibt es auch weiterhin nicht ohne BildungAn der ordentlichen Versammlung der Zürcher Kirchensynode vom 25. Juni beantragte der Kirchenrat, an der geltenden Ordnung und an der Verbindlichkeit festzuhalten, heisst es in einer Medienmitteilung. Er beantwortete damit ein Postulat, das im Jahr 2017 von Lukas Maurer aus Rüti mit Fragen zum Obligatorium an den Kirchenrat überwiesen wurde.

Die Unterrichtsmodule würden eine altersgerechte Auseinandersetzung mit biblischen Inhalten und christlichen Themen gewährleisten. Die Jugendlichen hätten ein Recht auf diese Bildung und Beheimatung, so der Kirchenrat. Das Ziel der religiösen Bildung sei, die Kinder und Jugendlichen zu befähigen, sich mit Fragen des Glaubens, christlichen Werten und der eigenen religiösen Haltung auseinanderzusetzen.

Zudem sei das Religionspädagogische Gesamtkonzept der reformierten Kirche mit Unterrichtsmodulen von der 2. Klasse bis zur Konfirmation eine Antwort auf den Schwund der religiösen Bildung und kirchlichen Sozialisation. Das Kirchenparlament nahm klar zustimmend Kenntnis vom Antrag des Kirchenrates, wie es in der Mitteilung heisst.

 

Kirche soll Beitrag zum Klimaschutz leisten

Mit grossem Mehr stimmte die Kirchensynode weiter einer Resolution zum Klimawandel zu. Es sei Zeit zu handeln und auch – oder gerade – die Kirche solle ihren Beitrag leisten, so der Tenor. «Wir glauben, dass Gott die Welt aus Liebe geschaffen hat und dass es uns Menschen obliegt, verantwortungsvoll mit seiner Schöpfung umzugehen», lautet der Eingangstext der öffentlichen Erklärung. So sollen zum Beispiel bei der Liegenschaftenbewirtschaftung ökologischer gehandelt oder die Kirchenmitglieder fürs Thema sensibilisiert werden.

Angenommen wurde auch die Einführung einer zentralen landeskirchlichen Mitgliederdatenbank. Neu werden die Personendaten von der kantonalen Einwohnerdatenplattform bezogen. Der Datenabgleich mit den Einwohnerkontrollen und die Regelung von Umfang, Häufigkeit, Form und Kosten des Datenaustauschs fallen weg. (bat)