Kirchgemeinde Zürich öffnet ihre Türen
Kirchen, Gemeindehäuser oder Begegnungszentren: Die Kirchgemeinde Zürich verfügt in der Stadt über zahlreiche Liegenschaften. Neu sollen diese Räumlichkeiten verstärkt der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Dazu ist die Kirchgemeinde vor einigen Tagen mit einer Vermietungsplattform online gegangen.
Auf der Webseite stehen Privatpersonen, Firmen und karitativen Organisationen mehr als 200 Räume zur Verfügung. Sie können für kirchliche Feiern, Sitzungen, Workshops und kulturelle Anlässe stundenweise oder den ganzen Tag gemietet werden. Die Preisspanne ist breit: Während ein Seminarraum im Kirchgemeindehaus Schwamendigen schon für 10 Franken pro Stunde gebucht werden kann, wird es im Grossmünster teurer. Hier kostet die Miete des imposanten Kirchenraumes bis zu 2000 Franken am Tag.
Bereits vor der Fusion der 32 Stadtzürcher Gemeinden zu einer einzigen Kirchgemeinde Zürich per 1. Januar 2019 konnten kircheneigene Räume gemietet werden. Neu ist, dass das Angebot nun auf einer Website gebündelt ist, wie Michael Hauser, Immobilienverantwortlicher der Kirchenpflege, auf Anfrage von ref.ch sagt. «Wir wollten unser Angebot an Kirchenräumen durch einen zeitgemässen Auftritt sichtbarer machen». Zudem vereinfache das neue Tool den ganzen Buchungsprozess. «Wir haben so einen guten Überblick, welche Räume wie hoch ausgelastet sind», sagt Hauser.
Interessenten können ihre Anfrage direkt über das Online-Formular abschicken. Dazu müssen sie Angaben zur Mietdauer und zur Art der Nutzung machen. Jeder beliebigen Nutzung stehen die Kirchenräume indes nicht offen. Die Anfragen würden von den Kirchenkreisen individuell geprüft und müssten den AGB der Kirchgemeinde für die Vermietung von Räumen entsprechen, betont Hauser. Darin sei definiert, welche Art von Veranstaltungen in den Kirchenräume nicht erwünscht sei. «Das sind zum Beispiel Veranstaltungen mit rassistischen oder diskriminierenden Inhalten. Oder Anlässe von Organisationen, die die kirchlichen Räume für Werbeaktionen nutzen wollen», sagt Hauser. (no)