Das Staatsekretariat für Migration bestätigte die «Wiederaufnahme des Asylverfahrens» der Mutter und ihres Sohnes in der Schweiz, wie die Kirchgemeinde Belp-Belpberg-Toffen mitteilte. Damit sei das Dublin-Ausschaffungs-Verfahren gestoppt, und die Betroffenen können in der Schweiz ihr Asylgesuch stellen. Das Pfarrteam der Berner reformierten Kirche Belp-Belpberg-Toffen und die Kirchgemeinde seien erleichtert und dankbar, dass die Schutzsuchenden hier bleiben können.
Die Kirchgemeinde gewährte der schwer traumatisierten Mutter und ihrem 8-jährigen Sohn seit dem 10. Oktober Kirchenasyl. Der eritreischen Kleinfamilie drohte die Ausschaffung nach Sizilien gemäss Dublin-Verordnung.
Das vordringliche Anliegen des Kirchenasyls in Belp sei gewesen, den beiden gefährdeten Menschen in schwerster Verzweiflung Zuflucht zu bieten, wie es in der Mitteilung heisst. Darin sehe man einen ureigenen Auftrag der Kirche, sich der Schutzlosen anzunehmen und für sie eine Anwaltsfunktion wahrzunehmen.