Gedenkseite

Kirchen rufen zur Solidarität in der Corona-Krise auf

In einer ökumenischen Aktion rufen die Schweizer Kirchen dazu auf, ab dem 3. April auf einer Gedenkseite virtuelle Lichter zu entzünden. Den Anfang macht Bundespräsident Guy Parmelin.

Nach über einem Jahr der Corona-Pandemie soll die Solidarität in der Schweiz eine Plattform bekommen. Zwischen Karsamstag, dem 3. April, und Pfingstmontag, dem 24. Mai, können Besucherinnen auf der Seite lichtschenken.ch auf einer Schweizerkarte ein virtuelles Licht entzünden.

Alle Menschen in der Schweiz seien eingeladen, ihre Gedanken, Grüsse und Botschaften verbunden mit einem Licht zu teilen, heisst es in einer Mitteilung der Evangelisch-reformierten Kirche Schweiz (EKS) vom 29. März. Das Licht leuchte dann im jeweiligen Wohnkanton und könne auch weiterversandt werden. Nach und nach soll so die ganze Karte erstrahlen.

«Demonstration unserer Zuversicht»

Unterstützt wird die Aktion von Bundespräsident Guy Parmelin. Zum Start werde sich Parmelin in einem Video zu Wort melden und das erste Licht auf der Schweizerkarte entzünden. In seiner Botschaft danke er allen Menschen und Institutionen, die sich in der Corona-Krise engagierten. «Ich lade alle dazu ein, auf lichtschenken.ch in den nächsten fünfzig Tagen ebenfalls eine Kerze anzuzünden und so ein Zeichen der Hoffnung für die Zukunft zu setzen», wird der Bundespräsident in der Mitteilung zitiert.

Als «Demonstration unseres Zusammenhalts und unserer Zuversicht», bezeichnet EKS-Ratspräsidentin Rita Famos die Aktion. «Denn eigentlich sind wir doch ‹Protestleute gegen den Tod› in all seinen Varianten. Indem wir Licht schenken, bieten wir Frustration, Müdigkeit, Trauer und Schuldzuweisung die Stirn», sagte Famos laut Mitteilung.

Neben der EKS beteiligen sich die Schweizer Bischofskonferenz, die Römisch-Katholische Zentralkonferenz der Schweiz, die Christkatholische Kirche der Schweiz, die Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen in der Schweiz sowie die Schweizerische Evangelische Allianz an der Gedenkseite. (no)