Kirchen rufen zu schlichten Weihnachten auf
Kirchen und Gemeinden im Nahen Osten sollen in diesem Jahr auf unnötige Festlichkeiten und teure Dekorationen an Weihnachten verzichten. Das schreiben die Oberhäupter der christlichen Kirche in Jerusalem in einer gemeinsamen Stellungnahme.
Normalerweise werde Weihnachten mit zahlreichen Festivitäten gefeiert, um die Freude über die Geburt Jesu auszudrücken. «Aber dies sind keine normalen Zeiten. Seit Kriegsbeginn herrscht eine Atmosphäre von Trauer und Schmerz.»
Tausende unschuldiger Zivilisten, darunter Frauen und Kinder, seien im Krieg getötet und verletzt worden, heisst es weiter. Viele Menschen hätten Angehörige verloren oder ihre Häuser verlassen müssen. «Trotz unserem Aufruf für eine humanitäre Feuerpause und die Deeskalation der Gewalt geht der Krieg weiter.»
Geistliche und Gemeinden seien daher aufgefordert, stärker die spirituelle Seiten von Weihnachten zu betonen – etwa mit Gedenken an die Opfer, Spenden und Gebeten für einen «gerechten und dauerhaften Frieden».
Zu den Oberhäuptern der Jerusalemer Kirchen gehören verschiedene christliche Konfessionen in der Stadt. Die Kirchen waren in die Kritik geraten, nachdem sie wenige Tage nach der Terror-Attacke der Hamas zum Ende der Gewalt aufgerufen hatten. Unter anderem warf ihnen der israelische Botschafter am Heiligen Stuhl vor, den Aggressor nicht klar benannt zu haben. (no)