Kindern in Ostafrika droht Hungertod
In Ländern am Horn von Afrika sind nach Angaben des Kinderhilfswerks Unicef Zehntausende Kinder unmittelbar vom Hungertod bedroht. Wenn die Weltgemeinschaft nicht sofort handele, dann stiegen die Todeszahlen explosionsartig, sagte die Südost-Afrika-Direktorin von Unicef, Rania Dagash, am Dienstag in Genf.
Mehr als 1,7 Millionen Kindern in Somalia, Äthiopien, Dschibuti und Eritrea leiden Unicef zufolge unter akuter Unterernährung. Das seien 15 Prozent mehr als noch vor fünf Monaten.
In Ostafrika hat eine seit zwei Jahren anhaltende Dürre die Eigenproduktion von Lebensmitteln und die Trinkwasserversorgung stark beeinträchtigt. Nun verschärft der Ukraine-Krieg die Lage noch zusätzlich. Russland blockiert im Zuge seines Angriffskrieges ukrainische Häfen. Die Ukraine gehörte bislang zu den grössten Weizenexporteuren. Äthiopien, Kenia und Somalia waren bisher Grossabnehmer.
Dagash appellierte an die G7-Staaten, bei ihrem Treffen Ende Juni Lösungen für die Hungerkrise zu suchen. Dort wird auch Macky Sall, Präsident der Afrikanischen Union und Senegals, teilnehmen. (sda/bat)