Jeder Siebte hat sich schon für Flüchtlinge engagiert

Freiwilliges Engagement für Flüchtlinge steht in der Schweiz hoch im Kurs. Am liebsten kombinieren Schweizerinnen und Schweizer ihre Tätigkeit mit eigenen Freizeitbeschäftigungen wie Sport und Kochen.


Zwei Drittel der Schweizerinnen und Schweizer haben regelmässig oder sporadisch Kontakt zu Flüchtlingen. Viele von ihnen – nämlich 24 Prozent – engagieren sich darüber hinaus auch freiwillig für diese Menschen. Zu diesem Schluss kommt eine vom Hilfswerk Heks in Auftrag gegebene Studie.

Heks folgert daraus, dass sich 15 Prozent der Schweizer Bevölkerung bereits einmal freiwillig für Flüchtlinge eingesetzt haben, also knapp jede siebte Person.

Zurückhaltung beim Wohnraum

Die häufigste Form dieses Freiwilligeneinsatzes sind gemeinsame soziale Aktivitäten wie etwa Sport, Kochen oder die Mithilfe bei Freizeitangeboten für Flüchtlingskinder (30 Prozent). Weitere 26 Prozent begleiten Flüchtlinge regelmässig im Alltag. 24 Prozent helfen beim Erlernen einer Landessprache und 20 Prozent bei der Suche nach einer Lehr- oder Arbeitsstelle.

Höher liegt die Hürde gemäss Studie, wenn es darum geht, Flüchtlingen Wohnraum anzubieten. Demnach sind lediglich 9 Prozent der engagierten Schweizerinnen und Schweizer dazu bereit, Geflüchtete bei sich aufzunehmen oder ihnen anderweitig Wohnraum zur Verfügung zu stellen.

Plattform für Freiwilligenarbeit

Aus der Umfrage schliesst Heks insgesamt auf eine hohe Bereitschaft zu einem freiwilligen Engagement für Flüchtlinge. Das Hilfswerk schaltete darum die Online-Seite «engagiert.jetzt» auf, wo sich Organisationen auf der Suche nach Freiwilligen für diverse Projekte registrieren können. Freiwillige ihrerseits finden auf der Seite Einsatzmöglichkeiten.

Die repräsentative Umfrage führte das Institut Demoscope bei 1019 Personen durch. (sda/no)