Krieg im Nahen Osten
Massenflucht vor israelischen Angriffen im Süden Gazas
Gross angelegte israelische Bombardierungen und Bodenoperationen hätten zu weitreichenden Zerstörungen im Gebiet um die Grenzstadt Rafah geführt, teilten die Vereinten Nationen mit. Aufgrund der Angriffe im Süden des Gazastreifens seien in den vergangenen zwei Tagen mehr als 100’000 Menschen geflohen.
Generalsekretär António Guterres zeigte sich ausserdem schockiert über einen Angriff der israelischen Armee auf einen Notfallkonvoi am 23. März. Dabei seien 15 Menschen – medizinisches Personal und humanitäre Helfer – in Gaza getötet worden.
Mehrere im Gazastreifen vermisste Sanitäter des Rettungsdienstes Palästinensischer Roter Halbmond (PRCS) waren laut der Organisation zuletzt tot geborgen worden. Retter fanden bei ihrer Suche in Rafah die Leichen von acht Sanitätern, wie es in einer Erklärung des PRCS hiess.
Ebenfalls gefunden wurden die sterblichen Überreste von Mitarbeitern des von der Hamas kontrollierten Zivilschutzes sowie die Leiche eines UN-Mitarbeiters.
Nach Angaben der israelischen Armee hatten sich mehrere Fahrzeuge auf verdächtige Weise und ohne Scheinwerferlicht israelischen Truppen genähert. Soldaten hätten auf die Fahrzeuge geschossen und einige Mitglieder der Terrororganisationen Hamas und Palästinensischer Islamischer Dschihad (PIJ) getötet.
Eine erste Untersuchung habe ergeben, dass einige der Fahrzeuge Kranken- und Feuerwehrwagen gewesen seien. Die Armee sprach von Missbrauch von Krankenwagen für Terrorzwecke. (sda/ hz)