Frontex
Irreguläre Migration in die EU stark gesunken
Die Zahl der irregulären Grenzübertritte in die Europäische Union sinkt weiter. Wie die EU-Grenzschutzagentur Frontex mitteilte, wurden im Zeitraum Januar bis April 2025 rund 47'000 illegale Einreisen registriert. Das entspricht einem Rückgang von über einem Viertel im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Die meisten Personen waren demnach Staatsangehörige aus Bangladesch, Afghanistan und Mali.
Den Angaben zufolge sanken die Zahlen auf allen wichtigen Migrationsrouten. Den stärksten Rückgang verzeichnete die Westbalkanroute mit einem Minus von knapp 60 Prozent.
Die zentrale Mittelmeerroute ist demnach der derzeit aktivste Korridor. Sie macht rund ein Drittel aller irregulärer Einreisen in die EU aus. Dort stellte Frontex zwischen Januar und April über 15'700 Grenzübertritte fest, ähnlich viel wie letztes Jahr im gleichen Zeitraum. Hauptsächlich handelte es sich um Migranten aus Bangladesch.
Zugenommen hat zudem die irreguläre Ausreise aus der Europäischen Union. So ist die Zahl der Übertritte nach Grossbritannien im Vergleich zum Vorjahr um fünf Prozent auf 18'100 gestiegen. Dabei handelt es sich um die Route über den Ärmelkanal.
Laut Frontex gab es rund 560 Todesfälle im Mittelmeer in den ersten vier Monaten des Jahres. Im gesamten Jahr 2024 waren es rund 2300. Die Agentur ist derzeit mit rund 3200 Einsatzkräften an den EU-Aussengrenzen im Einsatz. (epd/ pef)