Interfilm zeichnet Film über eine verlorene Kindheit in Burundi aus

Der Film «Petit Pays» gewinnt am Filmfestival Biel den «Prix Célestine» von Interfilm Schweiz. Die Romanverfilmung schildert einfühlsam, wie ein Kindheitsparadies in dem von politischen Unruhen geschüttelten Burundi zerstört wird.


Zum dritten Mal hat die Jury von Interfilm Schweiz am Festival du Film Français d’Helvétie in Biel den «Prix Célestine» verliehen. Ausgezeichnet wurde «Petit Pays» des französischen Regisseurs Éric Barbier. Der Film nach dem gleichnamigen Bestseller von Gaël Faye schildert die Geschichte des zehnjährigen Gabriel, der als Sohn einer wohlhabenden Familie im Burundi der Neunzigerjahre eine glückliche Kindheit erlebt – bis der ausbrechende Bürgerkrieg alles verändert.

In «Petit Pays» muss Gabriel erleben, wie der Bürgerkrieg seine glückliche Kindheit beendet .(Bild: Pathé Films AG)

Regisseur Éric Barbier richte einen einfühlsamen Blick auf Gabriel und seine Freunde in einer Welt, die zunehmend gewalttätig werde, schreibt Interfilm Schweiz in einer Mitteilung vom 21. September. Der Film führe eindrücklich vor Augen, zu wie viel Grausamkeit Menschen in Ausnahmesituationen fähig seien. Zugleich zeige er aber auch, dass immer wieder Momente von Solidarität und Lebensfreunde möglich seien.

Aufgrund von Corona fand die 16. Ausgabe des Festival du Film Français d’Helvétie vom 16. bis 20. September unter besonderen Sicherheitsvorkehrungen statt. Das Festival ist dem französischen und französischsprachigen Filmschaffen gewidmet.

Zweisprachigkeit fördern

Die protestantische Filmorganisation Interfilm Schweiz will mit dem mit 2’500 Franken dotierten Preis die Zweisprachigkeit in der Schweiz fördern. Ausgezeichnet werden Filme mit einer christlich-spirituellen Dimension. In der Jury von Interfilm sassen dieses Jahr der Pfarrer Stefan Affolter, die Pfarrerin Annette Jungen, der Übersetzer und Theologe Jean-Paul Käser und die Kauffrau und Berner Synodale Christine Ris. (no)