Interfilm zeichnet französisches Familiendrama aus

Der Film «Les éblouis» gewinnt am Filmfestival in Biel den «Prix Célestine» von Interfilm Schweiz. Regisseurin Sarah Suco erzählt darin die Geschichte eines Mädchens, das dem Psychoterror ihres fundamentalistischen Umfeldes ausgesetzt ist.


Am Festival du Film Français d’Helvétie hat das Drama «Les éblouis» («Die Geblendeten») der französischen Regisseurin Sarah Suco den «Prix Célestine» der Jury von Interfilm Schweiz erhalten. Die Geschichte eines Mädchens, das sich gegen eine fundamentalistische Umgebung zur Wehr setzt, sei mit viel Fingerspitzengefühl erzählt und besteche durch hervorragende Schauspieler und eine eindringliche Kameraführung, schreibt Interfilm in einer Mitteilung vom 19. September.

In «Les éblouis» ist eine Familie den Repressalien einer fundamentalistischen Gemeinde ausgesetzt. (Bild: Festival du Film Français d’Helvétie)

Der mit 2’500 Franken dotierte «Prix Célestine» ist nach 2018 bereits zum zweiten Mal vergeben worden. Interfilm will damit die Zweisprachigkeit fördern und einen Beitrag an den Verleih und den Vertrieb der ausgezeichneten Filme in der deutschsprachigen Schweiz leisten. Das Festival fand vom 11. bis 15. September gleichzeitig in Biel und Bern statt.

Geschichte einer Befreiung

Im ausgezeichneten Film geht es um die 12jährige Camille, die älteste Tochter einer kinderreichen Familie. Eines Tages treten ihre Eltern einer katholischen Gemeinschaft bei, die nach den Grundsätzen des Teilens und der Solidarität lebt. Camille erlebt, wie der Psychoterror der Gemeinde den Zusammenhalt der Familie allmählich zerstört. Zusehends beginnt sich das Mädchen zu wehren und für ihre eigene Freiheit und die ihrer Geschwister zu kämpfen. (no)