Anti-Korruptionsfilm erhält ökumenischen Filmpreis

Der bosnische Regisseur Nermin Hamzagić schildert in «Pun mjesec», wie ein junger Polizist gegen das allgegenwärtige System der Korruption aufbegehrt. Dafür wurde er am Filmfestival Cottbus mit dem Preis der Ökumenischen Jury ausgezeichnet.


Regisseur Nermin Hamzagić zeige in seinem Spielfilmdebüt künstlerisch überzeugend, wie ein Polizist aus dem Zirkel der Korruption ausbreche und dadurch Hoffnung auf eine andere Gesellschaft erwecke, schreibt die Jury der Filmorganisation Interfilm am 10. November in einer Mitteilung.

Neben dem Preis der Ökumenischen Jury erhielt der Film ausserdem die Auszeichnung für die beste schauspielerische Leistung. Sie ging an den kosovarischen Schauspieler Alban Ukaj für seine Darstellung des Polizisten Hamza.

In Pun mjesec schiebt Hamza auf der Wache Nachtschicht, während seine Frau im Krankenhaus ein Kind zur Welt bringt. Auf dem Revier ist er mit den alltäglichen Fällen konfrontiert, die von seinen Kollegen üblicherweise mit Bestechungsgeldern gelöst werden. Allmählich ändert Hamza seine Einstellung und beschliesst, mit der Korruption ein Ende zu machen.

Der kosovarische Schauspieler Alban Ukaj (links) wurde in Cottbus als bester Schauspieler ausgezeichnet. (Bild: Filmfestival Cottbus)

Das 29. Filmfestival Cottbus fand vom 5. bis 10. November statt. Das Festival zeichnet herausragende osteuropäische Filmproduktionen aus. Der mit 25’000 Euro dotierte Hauptpreis ging in diesem Jahr an den bulgarischen Film Sestra.

Die Ökumenische Jury wird von den kirchlichen Filmorganisationen Interfilm und Signis getragen. Sie zeichnet an diversen Festivals Filme aus, die sich der christlichen und spirituellen Dimensionen der menschlichen Existenz widmen. (no)