Österreich
Höchster Reformierter will «Hate Speech» bekämpfen
Der Bregenzer Pfarrer Ralf Stoffers steht neu der Evangelisch-reformierten Kirche in Österreich vor. Stoffers war im März von der Synode zum Landessuperintendenten gewählt worden und trat sein Amt Anfang September an. Am kommenden Sonntag wird er nun offiziell ins Amt eingeführt, wie die Katholische Presseagentur Österreich berichtet.
In einer Sendung des ORF betonte Stoffers kurz nach Amtseintritt, dass die reformierte Kirche als Minderheitenkirche theologisch und gesellschafttlich liberal ausgerichtet sei. Er unterstrich, dass bereits 2019 ein einstimmiger Beschluss der Synode erfolgt sei, auch gleichgeschlechtlichen Paaren die Trauung zu ermöglichen.
Weiter sagte Stoffers, dass sich die Kirche gesellschaftlichen Herausforderungen wie etwa «Hate Speech» im Internet stellen wolle. Dazu suche man auch den interreligiösen Dialog mit anderen Kirchen und Religionsgemeinschaften.
Der Landessuperintendent wird für eine Amtszeit von sechs Jahren gewählt, eine Wiederwahl ist möglich. Stoffers folgt auf den Wiener Pfarrer Thomas Hennefeld.
Zur Evangelisch-reformierten Kirche in Österreich (auch: Evangelische Kirche Helvetischen Bekenntnisses) gehören neun Pfarrgemeinden zwischen Wien und Bregenz. Insgesamt gehören ihr rund 11’000 Mitglieder an. (no)