Migration

Heks reagiert auf Probleme im Rechtsschutz

Im Juni ist Kritik an der Arbeit des Hilfswerks der Evangelisch-reformierten Kirche Schweiz laut geworden. Nun hat das Heks Verbesserungen versprochen.

Das Hilfswerk der Evangelisch-reformierten Kirche Schweiz Heks ist im Auftrag des Bundes für die Rechtsvertretung von Asylsuchenden in der Nordwestschweiz und in der Ostschweiz zuständig. Während in der Ostschweiz die Beratung regelkonform ablief, traten in der Nordwestschweiz grosse Probleme auf. Mehrere Anhörungen von Asylsuchenden fanden ohne Rechtsvertretung statt. Das hat für Kritik gesorgt.

Das Heks hat darauf reagiert und eine interne Untersuchung durchgeführt. Der Druck auf den Rechtsschutz soll demnach reduziert werden, wie das Hilfswerk mitteilte.

So sollen in den kommenden Wochen die Arbeitsbedingungen verbessert und mehr Personal angestellt werden. Zudem will das Heks in Zukunft besser auf Schwankungen bei der Anzahl der Asylgesuche reagieren können. Die Umsetzung der Massnahmen müsse durch das Heks sowie das Staatssekretariat für Migration (SEM) regelmässig überprüft werden, hiess es weiter.

Die interne Untersuchung wurde eingeleitet, nachdem mehrere Rechtsvertreter der Region Nordwestschweiz gekündigt hatten. Recherchen der «NZZ am Sonntag» zeigten Anfang Juni, dass das Hilfswerk seine Rechtsvertretung in der Nordwestschweiz zuvor stark reduziert hatte. (sda/ pef)