Zu Beginn stand ein offener Brief an den Rat des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes (SEK), unterzeichnet vom emeritierten Theologieprofessor Ekkehard Stegemann. Darin kritisiert der Professor das Heks wegen ihrer Unterstützung der Organisation «Zochrot». Im offenen Brief wirft Stegemann dem Heks vor, «finanziell und ideologische Unterstützung» an «obsesessiv anti-israelische Kampagnen» zu leisten. Als Beispiel nennt er Akteure aus dem Umfeld von «Zochrot», welche im April 2014 bei einer umstrittenen Performance vor der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem mitgewirkt haben sollen. Stegemann forderte wegen der seiner Meinung nach «einseitigen Parteinahme» des Heks eine grundlegende Debatte im SEK und seinen Gliedkirchen. Heks wies die Vorwürfe zurück, die Organisation «Zochrot» habe die umstrittene Performance weder produziert noch unterstützt (ref.ch berichtete).
Das Ziel: Heks «ideell und finanziell schaden»
Nun haben sich die Reformierten Kirchen Bern-Jura-Solothurn zur Causa geäussert, direkt adressiert an Professor Stegemann (eine Kopie des Schreibens liegt ref.ch vor). Darin bezeichnet der Unterzeichner Heinz Bichsel, Bereichsleiter «OeME-Migration der Reformierten Kirchen Bern-Jura-Solothurn» die von Stegemann vorgetragenen Vorwürfe, das Heks betreibe eine «obsessiv anti-israelische Kampagne», als «Polemik». Das Ziel sei, Heks «ideell und finanziell zu schaden», so Bichsel. Die Arbeit des Heks in Israel und Palästina sei aber breit abgestützt in internationalen Netzwerken. Stegemanns Versuch, Heks ein «Extremismus-Label» aufzudrücken, werde keiner Prüfung standhalten. Weiter schreibt Bichsel, dass mit den Vorzeichen, welche Stegemann in seinem offenen Brief setze, leider auch für die geforderte Debatte unter den Mitgliedskirchen des SEK keine gute Prognose gegeben werden könne.
Offener Brief Ekkehard Stegemann an den SEK (3 Seiten, 35 KB)
Antwort auf den Offenen Brief von Heinz Bichsel (2 Seiten, 65 KB)
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