G7

Gipfel endet mit Milliardenzusage gegen Hunger

Am Ende gab es ein konkretes Versprechen im Kampf gegen den Hunger: Die G7-Staaten stellen zusätzlich mehr als vier Milliarden Franken bereit. Beim Klimaschutz soll ein neuer Club bewirken, dass er sich auch wirtschaftlich lohnt.

Mit Milliardenzusagen gegen den Hunger, einem Klimaclub und einer internationalen Wiederaufbaukonferenz für die Ukraine wollen die sieben grössten demokratischen Industriestaaten grossen globalen Krisen begegnen. Zum Abschluss des dreitägigen G7-Gipfels auf Schloss Elmau sagten die USA, Kanada, Grossbritannien, Frankreich, Italien, Japan und Deutschland zu, dass sie in diesem Jahr zusätzlich rund 4,3 Milliarden Franken bereitstellen werden, um den am meisten von Hunger und Unterernährung betroffenen Menschen zu helfen. In ihrer Abschlusserklärung betonten sie: «In einer Zeit, in der die Welt von Spaltungen und Erschütterungen bedroht ist, stehen wir, die G7, geschlossen zusammen.»

Die G7 bekundeten ihre Unterstützung für das von Deutschland initiierte Bündnis für globale Ernährungssicherheit, über das Informationen über die Nahrungsmittelbedarfe ausgetauscht und die Versorgung von Hungernden rund um den Globus koordiniert werden soll. Ferner forderten die Industrieländer Fortschritte bei der Strafverfolgung von Menschenrechtsverletzungen. Das beinhalte auch sexualisierte Gewalt in Konflikten und gegen Flüchtlinge und Migranten, hiess es in der Abschlusserklärung.

Ein Klimaclub gleichgesinnter Staaten soll bis Ende dieses Jahres gegründet werden. Er soll den Kampf gegen die Erderwärmung vorantreiben und gleichzeitig bewirken, dass Klimaschutz zum Wettbewerbsvorteil wird und keine Nachteile bringt.

Der Ukraine wurden von den G7-Staaten langfristige Unterstützung zugesagt. Bei einer internationalen Wiederaufbaukonferenz soll ein Wiederaufbauplan für das Land erarbeitet werden. Der deutsche Bundeskanzler Olaf Scholz betonte mit Blick auf russische Drohgebärden, dass eine «Zeit der Unsicherheit» bevorstehe. Daher sei die Geschlossenheit und Entschlossenheit verbündeter Staaten wichtig. (epd/mos)