Vor dem Marsch hatte eine Kundgebung im Zürcher Hafen Enge stattgefunden, die den Umgang mit Down-Syndrom-Menschen (DS) thematisierte. Zeigen vorgeburtliche Tests an, dass ein Kind an dieser Behinderung leidet, werden nach Angaben der Kundgebungsveranstalter über 90 Prozent der Ungeborenen abgetrieben.
Kritisiert wurde diese Entwicklung vom deutschen Kinderarzt, Genforscher und Buchautor Holm Schneider. Der deutsche Lebensrechtler machte Mut, auch Kinder mit einem Down-Syndrom willkommen zu heissen. Anschliessend erzählte eine junge Frau, die selbst vom Down-Syndrom betroffen ist, vom Wert und den Freuden ihres Lebens und Arbeitens. Schliesslich berichtete eine Mutter über die Herausforderungen und den Gewinn des gemeinsamen Lebens mit ihrer DS-Tochter.
Mit einem ökumenischen Gottesdienst im Hafen Enge wurde der «Marsch fürs Läbe» beendet. Der Churer Bischofsvikar Christoph Casetti und der reformierte Pfarrer Daniel Schaltegger (Wetzikon ZH), ermutigten die Teilnehmenden, dem Trend mutig zu widerstehen und sich gegen die Tötung unwillkommenen Lebens einzusetzen. (kipa)