Frauenverbände für Lohngleichheit in allen Betrieben

Die beiden grössten konfessionellen Frauendachverbände fordern in ihren Vernehmlassungsantworten zum Gleichstellungsgesetz griffige Massnahmen, damit Frauen und Männer für gleichwertige Arbeit auch den gleichen Lohn erhalten. Fehlbare Unternehmen sollen bestraft werden.

Auch für sie soll gelten: Gleicher Lohn bei gleicher Arbeit .
Auch für sie soll gelten: Gleicher Lohn bei gleicher Arbeit. (Bild: Wikimedia/Evan Bench)

Am 3. März läuft die Vernehmlassungsfrist zur Revision des Gleichstellungsgesetzes ab. Der Bundesrat schlägt vor, dass Unternehmen ab 50 Mitarbeitenden regelmässig Lohnanalysen durchführen müssen. Die Evangelischen Frauen Schweiz (EFS) und der Schweizerische Katholische Frauenbund (SKF) sind enttäuscht über diesen Vorschlag, wie sie in einer gemeinsamen Mitteilung schreiben: «Wir fordern, dass in allen Unternehmen Lohnanalysen durchgeführt werden», wird EFS-Co-Präsidentin Liselotte Fueter zitiert. Mit dem Vorschlag des Bundesrats würden nur zwei Prozent der Unternehmen und etwa die Hälfte der Angestellten erfasst.

SKF und EFS fordern zudem, dass Unternehmen bei Lohndiskriminierung mit Sanktionen rechnen müssen. Lohndiskriminierung verstosse gegen Gesetz und Verfassung. «Wer Frauen für gleichwertige Arbeit weniger Lohn bezahlt, muss sich dafür verantworten», so Simone Curau-Aepli, Vorstandsmitglied des SKF, in der Mitteilung.

Die Lohndiskriminierung sei ein ernsthaftes Problem. Frauen verlören deswegen jährlich Milliarden Franken. SKF und EFS seien aber erfreut, dass der Bundesrat konkrete Schritte zur Erreichung der Lohngleichheit vorschlage. Allerdings könne dieses Ziel nur mit griffigen Massnahmen erreicht werden.