Konfessionelle Frauenverbände fordern Lohngleichheit

Die neusten Zahlen des Bundesamts für Statistik (BFS) zeigen, dass Lohndiskriminierung in der Schweiz immer noch gängig ist. Für die beiden grössten konfessionellen Frauendachverbände ist klar: Ohne Lohngleichheit ist eine Anhebung des Frauenrentenalters nicht zu rechtfertigen.

Immer noch gibt es Lohndiskriminierung zwischen Mann und Frau.
Immer noch gibt es Lohndiskriminierung zwischen Mann und Frau. (Foto: Reformierte Medien)

Die am 21. August veröffentlichten Zahlen des BFS zeigten einmal mehr, dass Frauen beim Lohn diskriminiert werden, schreiben die Evangelischen Frauen Schweiz (EFS) und der Schweizerische Katholische Frauenbund(SKF): 40,9 Prozent des Lohnunterschieds zwischen Frau und Mann sei nur durch Diskriminierung zu erklären.

Die EFS und der SKF fordern, dass gesetzliche Rahmenbedingungen geschaffen werden, um die Diskriminierung von Frauen zu stoppen. Die Lohndiskriminierung wirke sich nicht nur auf das Portemonnaie der Frauen aus. Wegen der Lohndiskriminierung gehen auch den Sozialwerken Gelder verloren. Im Alter werden die Frauen schliesslich nochmals zur Kasse gebeten. Wegen den tiefen Löhnen erhalten Frauen weniger Rente als Männer.

Der SKF und die EFS sehen deshalb die geplante Anhebung des Frauenrentenalters auf 65 Jahre sehr kritisch, solange die Lohngleichheit nicht garantiert ist.