Die Frauenkonferenz hat einen neuen Namen
An ihrer Herbsttagung zum Thema Geschlechtsidentitäten und Kirche haben sich die Delegierten der Frauenkonferenz einstimmig für eine Anpassung des bisherigen Namens ausgesprochen. Der neue Name «Frauen- und Genderkonferenz» soll einen langjährigen Wandlungsprozess widerspiegeln, heisst es in einer Medienmitteilung der Evangelisch-reformierten Kirche Schweiz.
«Wir haben inhaltlich schon viele Themen aufgenommen, die nicht nur aus Frauenperspektive interessieren», sagt Sabine Scheuter, Präsidentin der Frauen und Genderkonferenz, auf Anfrage von ref.ch. Durch den neuen Namen erhofft sie sich eine diversere Beteiligung von Delegierten und Gästen an den Konferenzen.
Scheuter kann sich etwa männliche Delegierte vorstellen, die sich mit Genderthemen befassen. Gelegentlich sei es schon vorgekommen, dass Männer Frauen an den Konferenzen vertreten haben. Auch Kooperationen mit kirchlichen Männerorganisationen wie etwa der Fachgruppe zur kirchlichen Männerarbeit sind laut Scheuter willkommen.
Der Wunsch nach dieser Neuausrichtung bestand schon seit mehreren Jahren und wurde vorwiegend von jüngeren Frauen geäussert, so die Präsidentin der Frauen- und Genderkonferenz. Trotz einer Öffnung rechnet Scheuter nicht damit, dass die Frauen- und Genderkonferenz in naher Zukunft paritätisch zusammengesetzt sein wird. (pef)