«Der Bezirk Afrin in Syrien bot in den vergangenen Jahren Tausenden von Menschen Schutz vor dem IS, unabhängig von Religion und Herkunft. Sie fanden Zuflucht im eigenen Land», heisst es in einer Medienmitteilung der Frauenkirche Zentralschweiz vom 19. Februar. Die Organisation sei deshalb erschüttert über den Krieg in der Region.
«Die kurdische Bevölkerung Nordsyriens schuf eine Sicherheitszone und öffnete ihre Tore für alle, jesidische, christliche und muslimisch-arabische Kriegsvertriebene», heisst es in der Mitteilung weiter. Die Frauenkirche Zentralschweiz sei in Kontakt mit geflüchteten Frauen aus Nordsyrien. «Wir erleben die Verzweiflung über die türkische Invasion», schreibt die Frauenkirche.
Missbrauch des Friedenssymbols
Die Organisation kritisiert auch, dass die türkische Armee die Militäroperation in Afrin unter dem Namen «Olivenzweig» durchführt. «Als religiöse Feministinnen sind wir erschüttert über den Missbrauch des Friedenssymbols ‹Olivenzweig›. Es verschleiert die Gewalt gegen die multireligiöse Zivilbevölkerung aus Einheimischen und Geflüchteten», heisst es in der Mitteilung.
Die Frauenkirche rufe die Schweizer Zivilgesellschaft dazu auf, den Geflüchteten mit Mitgefühl und Interesse zu begegnen. Und sie appelliert an den Bundesrat, die Zivilgesellschaft bei ihren Friedensbemühungen zu unterstützen und die Bestimmungen für den Kriegsmaterialexport keinesfalls zu lockern.
Frauenkirche Zentralschweiz ist seit 1989 als parteipolitisch unabhängiger und gemeinnützig anerkannter Verein organisiert, ökumenisch ausgerichtet und offen für Frauen und Männer. (bat)