Forschungsinstitut soll Zürcher Reformprozess analysieren

Die Zürcher Landeskirche will untersuchen lassen, welche Auswirkungen der Reformprozess «Kirchgemeinde Plus» auf Kirchgemeinden und Gesellschaft hat. Unter anderem sollen Befragungen von Mitarbeitenden durchgeführt werden.


Der Reformprozess «Kirchgemeinde Plus» hat in der Synode der Zürcher Landeskirche schon öfter für Kontroversen gesorgt. An der Versammlung vom 2. Oktober ging es nun um die Bewilligung eines Rahmenkredits von 390’000 Franken. Mit dem Geld will die Landeskirche den Reformprozess wissenschaftlich begleiten lassen. Unter anderem sollen die Auswirkungen in der Landeskirche und den Kirchgemeinden mittels Befragungen von Mitarbeitenden untersucht werden. Die Erhebung soll von dem Luzerner Forchungsinstitut Interface durchgeführt werden.

Blick von aussen «unerlässlich»

Obwohl mehrere Abgeordnete die anfallenden Kosten und den hohen Zeitaufwand für die Kirchgemeinden kritisierten, setzten sich in der Debatte die Argumente der Befürworter schliesslich durch. Sie betonten, dass der Blick von aussen bei einem so komplexen Prozess unerlässlich sei. Die Präsidentin der Finanzkommission, Margrit Hugentobler, versicherte zudem, dass die Beurteilung durch ein externes Institut kein Gefälligkeitsgutachten sein werde, wie es in einer Mitteilung der Landeskirche heisst.

«Kirchgemeinde Plus» steht für einen Prozess, der 2012 initiiert wurde. Damit will der Zürcher Kirchenrat die Landeskirche strategisch auf Herausforderungen wie Mitgliederschwund, Steuerreformen oder die Neubesetzung von Behörden vorbereiten. (no)