Filmfestival

Filmpreis für Jesiden-Drama

Interfilm zeichnet «Imad’s Childhood» mit dem «Prix Célestine» aus. Der Film zeigt die Geschichte eines Jungen, der aus IS-Gefangenschaft freikommt und seine Aggressionen überwinden kann.

Der «Prix Célestine», den eine Jury von Interfilm vergibt, geht dieses Jahr an den Film «Imad’s Childhood» von Zahavi Sanjavi. Darin geht es um die Entwicklung des fünfjährigen Imad, der in IS-Gefangenschaft misshandelt wurde. Gemeinsam mit seiner Mutter und seinem Bruder kehrt er in ein Camp für vertriebene Jesidinnen und Jesiden zurück.

Durch geduldige Zuwendung und professionelle Unterstützung geschieht ein Wunder: Imad kann allmählich seine Aggressionen ablegen und Beziehungen zulassen. Damit berühre der Film «als Hoffnungszeichen und zeigt, wie heilsame Veränderung auch unter schwierigsten Bedingungen möglich ist», so die Jury in ihrer Laudatio.

Interfilm vergibt den  «Prix Célestine» im Rahmen des  Human Rights Film Festival, das vom 2. bis 7. Dezember in Zürich stattfindet. Der Preis ist mit 2500 Franken dotiert. Interfilm ist eine kirchliche Filmorganisation, die sich unter anderem für die Wahrnehmung von Kirche, Theologie und Religion in der Filmkultur engagiert. Die Preisverleihung findet am 3. Dezember statt. (mos)