Preisverleihung

Feministische Theologinnen mit Herbert-Haag-Preis ausgezeichnet

Die Schweizer Theologinnen Doris Strahm und Silvia Strahm Bernet erhalten den diesjährigen Preis der Herbert-Haag-Stiftung. Geehrt wird ihr Engagement als Pionierinnen der feministischen Theologie. Ausgezeichnet wird auch der Kirchenrechtler Norbert Lüdecke.

Die Herbert-Haag-Stiftung in Luzern würdigt alljährlich Persönlichkeiten, die sich für Freiheit und Menschlichkeit in der Kirche engagieren. In diesem Jahr erhalten der deutsche Kirchenrechtler Norbert Lüdecke sowie die beiden Theologinnen Doris Strahm und Silvia Strahm Bernet den mit jeweils 10‘000 Franken dotierten Preis, wie es in einer Mitteilung heisst.

Der Preis ehre Doris Strahm und Silvia Strahm Bernet für ihr «jahrzehntelanges, gemeinsames Engagement als Pionierinnen der feministischen Theologie in der Schweiz». Die beiden Theologinnen waren unter anderem Mitgründerinnen, Herausgeberinnen und Redaktorinnen der feministisch-theologischen Zeitschrift «Fama». Zudem gehörten sie zu den Mitgründerinnen der IG Feministische Theologinnen der Schweiz.

Norbert Lüdecke, emeritierter Professor für Kirchenrecht an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Bonn, wird für seine «Aufklärungs- und Aufdeckungstheologie» ausgezeichnet. Mit seiner Arbeit habe der Preisträger einen «zentralen Stolperstein für kirchliche Reformbemühungen in den Vordergrund gerückt», heisst es.

Die öffentliche Preisverleihung findet am 3. März um 15.30 Uhr in der Lukaskirche in Luzern statt. (no)