Beide Preisträger stünden für eine entschiedene interreligiöse Verständigung und wüssten, dass alle Religionen zu einem Leben in Freiheit und Würde beitragen müssten, teilte die Herbert-Haag-Stiftung am Mittwoch in Luzern mit.
Zusätzlich erhalten drei Studierende eine Anerkennung für ihre Forschungsarbeit, die aufzeige, wie Kirchenmitglieder mit ihrer Meinungsäusserung dazu beitragen könnten, dass die katholische Kirche zu einer zeitgemässen Sprache und Botschaft komme.
Einmaliges Haus
Unter einem Dach am Berner Europaplatz hätten Ende 2014 acht Religionsgemeinschaften aus grossen Weltreligionen ihr Haus der Religionen und Kulturen bezogen. Europaweit sei das Haus einmalig und einzigartig und finde deshalb grosse Beachtung.
Mit dem Preisgeld von 15’000 Franken soll der Mut und die Ausdauer aller Beteiligten anerkannt werden. Die Herbert-Haag-Stiftung sieht in diesem Beispiel eine Herausforderung für alle christlichen Kirchen und Gruppierungen, wie sie weiter schreibt.
Gegen Intoleranz
Der 55-jährige Heinrich Bedford-Strohm setze sich als Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern und als Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland konsequent für die Verständigung der Konfessionen und Religionen ein. Er wende sich entschieden gegen religiöse und ideologische Intoleranz.
Den mit 10’000 Euro dotierten Preis erhalte er, weil er als führender kirchlicher Amtsträger vorlebe, dass Freiheit in der Kirche und aktiver interreligiöser Dialog eng zueinander gehörten. Die beiden Preise und die Anerkennungen werden am 13. März 2016 im Haus der Religionen am Europaplatz in Bern übergeben. (sda)