Mit dem Haus der Religionen sei in Bern ein weltweit einzigartiger Ort des Gesprächs und der Begegnung entstanden, begründete der Stiftungsrat der Schweizerischen Stiftung für den Doron-Preis am Mittwoch seinen Entscheid. Die gemeinsame Plattform diene nicht nur der Pflege interreligiöser Begegnung, sondern stelle auch die Vielfalt der Kulturen und deren Leistungen dar.
Plattform für gesellschaftliche Diskussionen
Das Haus führt laut der Mitteilung der Stiftung vielbesuchte Kulturveranstaltungen und Bildungsprojekte durch, ferner Förderprogramme für Frauen mit Migrationshintergrund. Es wirkt als Podium für die kritische Auseinandersetzung mit Themen, welche die Gesellschaft bewegen.
Vor einem Jahr hatte das Haus der Religionen bereits den Herbert-Haag-Preis für seinen Beitrag zum interreligiösen Dialog erhalten.
National bedeutsames Baudenkmal
Ebenfalls 100’000 Franken erhält die Association Maison blanche in La Chaux-de-Fonds für den Erhalt eines Baudenkmals von nationaler Bedeutung. Sie hat das erste und völlig eigenständige Bauwerk von Le Corbusier als architektonisches Erbe für die Nachwelt gesichert und zu neuem Leben erweckt.
Die Schweizerische Siftung für den Doron-Preis wurde 1986 vom inzwischen verstorbenen Rohstoffhändler Marc Rich gegründet. Sie zeichnet jährlich besondere kulturelle, humanitäre und wissenschaftliche Leistungen in der Schweiz aus. (sda/ref.ch)