Neues Kinderheim des Evangelischen Frauenbundes Zürich geplant

Am Zürcher Albisriederplatz soll eine neue Überbauung mit rund 40 Wohnungen entstehen. Teil des Projektes des Evangelischen Frauenbundes ist auch der Neubau eines Kinderheims sowie der Anbau einer Kita.


Das Kinderheim Pilgerbrunnen nimmt Kinder auf, die aus den verschiedensten Gründen nicht in ihren Familien betreut werden können. 35 Plätze bietet das Haus in der Nähe des Albisriederplatzes, das vom Evangelischen Frauenbund Zürich (efz) betrieben wird.

Nun soll das Kinderheim abgerissen und durch einen Neubau ersetzt werden. Wie der efz in einer Mitteilung vom 2. September schreibt, erhalte das Heim dadurch «die Chance sich optimal traumapädagogisch auszurichten und den Kindern einen sicheren Ort anzubieten, der Geborgenheit vermittelt.»

 

Der Neubau des Heims ist aber nicht die einzige Veränderung auf dem Areal zwischen Badenerstrasse und Brahmsstrasse. Zum Projekt gehört auch eine neue Überbauung mit 40 Wohnungen von mehrheitlich kleiner Fläche. Diese könnten etwa für junge Menschen beim Berufseinstieg oder für Leute unmittelbar nach der aktiven Erwerbsphase infrage kommen, heisst es in der Mitteilung.

«Es gibt in Zürich eine hohe Nachfrage nach genau solchen Wohnungen, und wir schaffen mit dem Neubau Pilgerbrunnen ein Angebot an zentraler Wohnlage», wird die Präsidentin des efz, Dore Heim, zitiert. Geplant seien zudem vier grössere Wohnungen, deren Nutzung aber noch offen sei. «Denkbar sind Pflegefamilien, Wohngemeinschaften von Frauen oder beispielsweise auch älteren Queers», so Heim.

Anbau einer Kita geplant

Als drittes Teilprojekt ist schliesslich die Weiterentwicklung einer Kindertagesstätte geplant. Diese befindet sich heute teils im Kinderheim und teils in der Überbauung Brahmshof auf demselben Areal. Da die Räumlichkeiten im Kinderheim nun wegfallen, muss Ersatz geschaffen werden. Dies soll in Form eines Anbaus an die bestehenden Räumlichkeiten geschehen.

Umgesetzt wird das Bauvorhaben von der Zürcher ARGE Müller Sigrist Architekten AG / Güntensperger Baumanagement AG. Deren Idee hat sich gemäss Mitteilung in einem Wettbewerb gegen zehn andere Projekteingaben durchgesetzt. Bis Ende 2020 soll ein bewilligungsfähiges Projekt vorliegen. Wenn keine Rekurse eingehen, könnte der Neubau 2023 bezogen werden. (vbu)