Evangelische Kirchen erinnern an das Ende des Ersten Weltkrieges

Vor 100 Jahren endete der Erste Weltkrieg. Aus diesem Anlass blicken die evangelischen Kirchen Europas zurück und üben auch Selbstkritik.


Der Waffenstillstand vom 11. November 1918 habe keinen Frieden geschaffen, schreibt die Gemeinschaft Evangelischer Kirchen Europas (GEKE) in einem Friedenspapier. Sie verweisen auf die territorialen Veränderungen, die neue Ungerechtigkeiten schufen und die internationalen, politischen Verwerfungen.

In ihrem Friedenspapier ruft sie zu selbstkritischen Fragen auf. Etwa wo Kirchen aktiv zur Kriegsbegeisterung beigetragen haben und wo Theologie und Kirchen kritische Äusserungen versäumt haben. Ausserdem ruft die GEKE die evangelischen Kirchen auf, sich als Orte der Partizipation und Mitbestimmung für Demokratie und Rechtsstaatlichkeit und deren Stärkung auf staatlicher Ebene einzusetzen.

Das Friedenspapier hatte die GEKE an der Vollversammlung im September verabschiedet und nun auf ihrer Website zusammen mit Übersetzungen der Fürbittgebete für den Jahrestag am 11. November 2018 veröffentlicht. (pd)