Evangelische Frauen unterstützen strengeres Waffengesetz

Am 19. Mai entscheidet das Stimmvolk, ob die Schweiz ihr Waffenrecht an jenes der EU anpasst. Die Evangelischen Frauen Schweiz und die Friedensorganisation cfd setzen sich für ein Ja an der Urne ein.


Der Bundesrat und das Parlament wollen, dass auch die Schweiz als Schengen-Mitglied das geänderte EU-Waffenrecht umsetzt. Um die Bevölkerung zu schützen und Missbrauch zu bekämpfen, sollen die bisherigen Regelungen verschärft werden.

Die Evangelischen Frauen Schweiz (EFS) setzen sich für diese Verschärfung ein. «Ein strengeres Waffengesetz führt zur Reduktion von Tötungsdelikten, auch bei häuslicher Gewalt», schreibt der Dachverband in seinem Newsletter vom 24. April. Das neue Waffengesetz bringe somit Verbesserungen für Frauen und Kinder. Gemeinsam mit der Friedensorganisation cfd sowie einem überparteilichen Frauenkomitee setzen sich die EFS deshalb für ein Ja an der Urne ein.

Weiterentwicklung des Schengen-Abkommens

Das neue Waffenrecht ist eine Weiterentwicklung des Schengen-Abkommens. Damit soll die Herkunft von Waffen besser geklärt werden, der Schwarzmarkt wirksamer bekämpft und der Informationsaustausch zwischen den Schengen-Staaten verbessert werden.

Dagegen hatten die Schweizer Schützenverbände das Referendum ergriffen. Sie argumentieren, die neuen Bestimmungen seien «freiheitsfeindlich» und nutzlos im Kampf gegen Terrorismus und Kriminalität. Zudem befürchten sie eine Kriminalisierung des Schweizer Schützenwesens. (mey)