Evangelische Frauen Schweiz veröffentlichen sieben Thesen zum Frauenstreik

Die Evangelischen Frauen Schweiz fordern anlässlich des Frauenstreiks vom 14. Juni mehr Gleichstellung in der Kirche. Sieben Thesen sollen zeigen, wo in der reformierten Kirche Handlungsbedarf besteht.


Die Evangelischen Frauen Schweiz (EFS) rufen zu Veränderungen innerhalb der reformierten Kirche auf. Deshalb haben sie sieben Thesen publiziert, die helfen sollen, «sich ganz konkret in der Kirchgemeinde für mehr Gleichstellung zu engagieren», wie es in einer Medienmitteilung vom 29. Mai heisst. Handlungsbedarf gibt es laut den EFS in den Bereichen Freiwilligenarbeit, soziale Sicherheit, Familienfreundlichkeit, kirchliche Gremien, Rollenbilder, Spiritualität und Friedensförderung. «Uns ist es wichtig, dass sich auf allen Ebenen etwas bewegt», sagt Dorothea Forster, Präsidentin der EFS.

Die EFS fordern, dass kirchliche Gremien halbe-halbe mit Männern und Frauen besetzt werden. «Rollenbilder sollen hinterfragt und die Ausdrucksweise für Spiritualität vielfältiger werden. Zudem fordern die EFS die Kirchen auf, sich vermehrt sichtbar für den Frieden zu engagieren», heisst es in der Mitteilung weiter.

Frauenkonferenz unterstützt Forderungen

Gemeinsam mit dem Ausschuss der Frauenkonferenz des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes werden die EFS die Thesen nach dem Frauenstreik am 14. Juni den Landeskirchen übergeben. «Wir unterstützen die Thesen der EFS zur Gleichstellung der reformierten Kirche», wird Sabine Scheuter, Präsidentin des Ausschusses der Frauenkonferenz, in der Mitteilung zitiert. Die Solidarität erstrecke sich zudem auch auf die katholischen Frauen. Die EFS und der Ausschuss der Frauenkonferenz unterstützten die katholischen Frauen in ihrer Forderung nach der Öffnung sämtlicher kirchlichen Ämter für Frauen. (bat)

Die sieben Thesen sind unter www.efs.ch zu finden.