Missbrauchsstudie

EKS-Rat nimmt zweiten Anlauf

Der Rat der Evangelisch-reformierten Kirche Schweiz (EKS) will an der kommenden Synode einen neuen Vorschlag für eine Missbrauchsstudie unterbreiten. Sein erster Antrag war vor rund einem Jahr zurückgewiesen worden.

Anfang November in Bern treffen sich die Abgeordneten der Evangelisch-reformierten Kirche Schweiz (EKS) zur Herbstsynode. Thema wird unter anderem die Aufarbeitung von sexuellem und spirituellem Missbrauch in den reformierten Kirchen sein. Wie SRF nun bekannt gemacht hat, wird der Rat an der Versammlung einen neuen Vorschlag für eine Studie präsentieren.

Geplant sei eine unabhängige Aufarbeitung von sexualisierter Gewalt im Kontext der evangelisch-reformierten Kirche, wird EKS-Präsidentin Rita Famos im Artikel zitiert.

Teil der Studie sollen unter anderem Erfahrungsberichte von Betroffenen sowie von Angehörigen und kirchlichen Mitarbeitenden sein. Ebenso sollen strukturelle Faktoren und Formen des spirituellen Missbrauchs untersucht werden. Vorgesehen sind ausserdem konkrete Empfehlungen zur Prävention.

Laut den Synodenunterlagen soll die Studie «methodenoffen und interdisziplinär» ausgeschrieben und bis spätestens Sommer 2026 vergeben werden. Ergebnisse sollen bis Ende 2027 vorliegen. Der Rat rechnet mit Kosten von maximal 250‘000 Franken.

Damit nimmt der Rat der EKS einen zweiten Anlauf für eine Studie. Vor rund einem Jahr hatte die Synode den Vorschlag einer gesamtgesellschaftlichen Dunkelfeldstudie abgelehnt (ref.ch berichtete). (no)

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