Deutschland

EKD-Synode will sich frühestens ab 2033 verkleinern

Das Synodenpräsidium der Evangelischen Kirche in Deutschland hatte vorgeschlagen, das Kirchenparlament zur nächsten Wahlperiode um gut ein Viertel der Sitze zu verkleinern. Das fand keine Mehrheit.

Die Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) will sich vorerst nicht verkleinern. Ein entsprechender Vorschlag wurde von den Delegierten an ihrer Jahrestagung in Dresden zurückgestellt. Zunächst soll ausführlich geprüft werden, welche Folgen es für das Zusammenspiel der EKD-Organe hat, wenn die Zahl der derzeit mehr als 100 Synodalen reduziert wird.

Vor dem Hintergrund zurückgehender Mitgliederzahlen und Finanzmittel bestehe «unzweifelhaft Handlungsbedarf», sagte die Vorsitzende des Rechtsausschusses. Doch brauche es eine eingehende Prüfung, bevor eine Entscheidung getroffen werden könne. Damit würde es möglich, dass die ab 2033 amtierende Synode verkleinert wird

Derzeit gehören der Synode 128 Mitglieder an. 100 Mitglieder werden von den 20 Gliedkirchen gewählt, 28 Mitglieder beruft der Rat der EKD. Das Synodenpräsidium hatte vorgeschlagen, dass sich die Grösse der Synode stärker an der Zahl der Kirchenmitglieder orientieren soll. Jede Landeskirche sollte zunächst zwei Sitze in der Synode erhalten. Landeskirchen mit mehr als 400'000 Mitgliedern sollten für je weitere 400'000 Mitglieder einen weiteren Sitz erhalten.

Die Zahl der vom EKD-Rat berufenden Mitglieder sollte 20 Prozent der Gesamtzahl der Synodalen betragen. So wäre eine Verkleinerung um gut 24 Prozent auf 97 Mitglieder erreicht worden. Damit die Regelung für die nächste Wahlperiode, die 2027 beginnt, greift, hätte das Gesetz jetzt so verabschiedet werden müssen. (epd/ gab)

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