Die Schweiz schickt ein Fahrzeug zur Minenräumung
Seit Kriegsbeginn werden in der Ukraine Felder, Wiesen und Dörfer vermint. Streubomben und Blindgänger belasten grosse Gebiete. Die Gefahr für die Bevölkerung durch die unsichtbaren Sprengkörper ist immens - noch lange nachdem sich die Kampfhandlungen an andere Orte verlagert haben.
Der Bund schickt jetzt zwei Fahrzeuge in die Ukraine, die Minen räumen können, wie aus einer Mitteilung des Departements für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) hervorgeht. Eine Westschweizer Stiftung hat gepanzerte Fahrzeuge entwickelt, die mit einer Bodenfräse Sprengkörper finden und unschädlich machen: Den «Digger», zu deutsch «Graber». Das Gerät wird ferngesteuert und kann laut Stiftung pro Stunde bis zu 1800 Quadratmeter Land bearbeiten.
Für einen Zeitraum von drei Jahren stellt der Bund zwei dieser «Digger» sowie Transportlastwagen zur Verfügung. Das Gesamtpaket hat einen Wert von 1,2 Millionen Franken. Ausserdem schulen Mitarbeiter der Stiftung ukrainische Minenräumer.
Die Unterstützung leistet das VBS im Rahmen der humanitären Minenräumung. Wie die NZZ berichtet, schliesst dies einen Einsatz der «Digger» an der Front aus: Minenräumung, um einen ukrainischen Angriff zu ermöglichen, würde gegen die Neutralität der Schweiz verstossen. (dst)