Diakonie-Netzwerk fordert mehr Unterstützung für Roma

Eurodiaconia weist auf internationale Diakonie-Projekte hin, die sich für bessere Unterkünfte und Gesundheitsversorgung einsetzen.


In einem neuen Bericht beschreibt das europäische Diakonie-Netzwerk Eurodiaconia Projekte, die sich erfolgreich für die Lebensqualität der Roma einsetzen. Der Bericht solle Regierungen und Organisationen der Zivilgesellschaft anregen, die Situation der Roma zu verbessern, teilte Eurodiaconia am 8. Oktober mit.

Selbstbestimmung fördern

Die beschriebenen Diakonie-Projekte stammen aus Serbien, Rumänien, Tschechien, Norwegen, Schweden und Finnland. Gemeinsam sei den Projekten die «ganzheitliche Unterstützung» der Roma. Zu Angeboten, welche die Wohnsituation verbessern und den Zugang zur Gesundheitsvorsorge ermöglichen, gehöre jeweils auch die Beratung und Bildung.

Die aktive Teilnahme der Roma sei dabei zentral, um Eigenverantwortung und Selbstbestimmung zu fördern, schreibt Eurodiaconia. Dies helfe ausserdem, die Kosten der Projekte gering zu halten und gleichzeitig viel zu bewirken.

Regierungen gefordert

Eurodiaconia fordert in seinem Schreiben lokale und nationale Regierungen dazu auf, die Situation der Roma zu verbessern, die Zusammenarbeit  zu fördern und administrative Vorgänge zu vereinfachen.

Den Bericht veröffentlichte Eurodiaconia anlässlich der «12. European Platform for Roma Inclusion», einer Veranstaltung, die diese Woche in Brüssel stattfand. Eurodiaconia ist ein europäisches Netzwerk von Kirchen und christlichen Organisationen, die Sozial- und Gesundheitsdienstleistungen anbieten. (pd)