Deutlich weniger Asylgesuche wegen Corona-Pandemie

Die Asylgesuche sind in der Schweiz zwischen Januar und März im Vergleich zum Vorjahr um elf Prozent zurückgegangen. Im März betrug der Rückgang wegen der Covid-19-Pandemie gegenüber dem Februar zehn Prozent.


Im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie schränkt die Schweiz seit dem 25. März die Einreise aus allen Schengen-Staaten mit Ausnahme des Fürstentum Liechtensteins ein. Zudem sind alle Überstellungen aufgrund des Dublin-Abkommens eingestellt.

Das hat Auswirkungen auf die Zahl der Asylgesuche. Im März trafen noch 963 Asylgesuche ein, wie das Staatssekretariat für Migration (SEM) am 28. April in seiner Asylstatistik mitteilte – zehn Prozent weniger als im Februar. Insgesamt registrierte das SEM im ersten Quartal dieses Jahres 3278 Gesuche. Das sind elf Prozent weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

Am meisten Asylsuchende aus Eritrea

Erledigt wurden im März 1700 Gesuche in erster Instanz. Dabei fällte das SEM 210 Nichteintretensentscheide. 160 davon basierten auf dem Dublin-Abkommen. 483 Personen erhielten Asyl, 488 wurden vorläufig aufgenommen. Die Zahl der hängigen Gesuche ging im Vergleich zum Februar um 560 auf 6899 zurück.

Die wichtigsten Herkunftsländer von Asylsuchenden waren im März Eritrea mit 161 Gesuchen (15 weniger als im Februar), Afghanistan (85 Gesuche; –38), Türkei (85 Gesuche; –11), Syrien (84 Gesuche; +5) und Algerien (76 Gesuche; –11). (sda/no)