Reformierte Kirchgemeinde Luzern

Deutlich mehr Sozialberatungen wegen Corona-Krise

Die Reformierte Kirchgemeinde Luzern hat im vergangenen Jahr 262 Einzelpersonen, Paare und Familien in schwierigen Lebenssituationen beraten. In der Corona-Krise habe die Sorge um Gesundheit, Arbeitsplatz und fehlende Sozialkontakte massiv zugenommen.

Die Corona-Krise spiegelt sich auch in den Sozialberatungen der Reformierten Kirchgemeinde Luzern. Insgesamt 262 Einzelpersonen, Paare und Familien hat die Kirchgemeinde im vergangenen Jahr beraten – 25 mehr als im Jahr zuvor. Zugenommen haben ausserdem die Gesuche um Finanzhilfe: Unterstützte die Kirche 2019 noch 117 Antragssteller finanziell, so waren es letztes Jahr 146, wie es in einer Mitteilung vom 15. März heisst.

Die Auswirkungen der Corona-Pandemie seien in verschiedener Hinsicht spürbar gewesen. «Die Belastung hat massiv zugenommen mit der Sorge um die Gesundheit, den Arbeitsplatz, die fehlenden Sozialkontakte zu engen Bezugspersonen und rund um die nicht abschätzbare weitere Corona-Entwicklung», wird Kirchenvorstand Robert Delaquis zitiert.

Beziehungskonflikte und finanzielle Not

Die Schliessung von Betrieben und Schulen habe ausserdem zu innerfamiliären Spannungen, Beziehungskonflikten, Einsamkeit und Unsicherheit geführt. Finanziell habe die Krise besonders jene Menschen getroffen, die ihr Leben bereits zuvor nur knapp bestreiten konnten.

Insgesamt betrug die geleistete Finanzhilfe im vergangenen Jahr 230'000 Franken. Ziel dieser Unterstützung sei, dass die betroffenen Personen wieder ein geordnetes und selbständiges Leben führen könnten, heisst es in der Mitteilung weiter. (no)