Das Heks wird 75

Das Hilfswerk der Evangelischen Kirchen Schweiz feiert dieses Jahr sein 75-jähriges Bestehen. Mit einem Film, einer Fotoausstellung sowie Vorträgen und Diskussionen wird das Jubiläum begangen.

Das Heks wurde am 1. Januar 1946 gegründet. In den Anfängen wurden 1900 Eisenbahnwagen mit Kleidern, Seife und Kartoffeln für die Opfer des Zweiten Weltkriegs beladen, in Osteuropa wurden provisorische Holzkirchen errichtet und Waisenhäuser aufgebaut.

1958 folgten erste Aktivitäten ausserhalb Europas – mit einem Projekt in Indien, einer Lehrwerkstätte für Werkzeugmacher. Später baute das Heks Schulen in Kongo und Haiti auf, leistete nach dem Völkermord in Ruanda, aber auch in anderen grossen Konflikten humanitäre Nothilfe und unterstützte die Opfer zahlreicher Naturkatastrophen beim Wiederaufbau ihrer Lebensgrundlagen.

1968 übernahm das Heks in der Schweiz die Hilfswerksvertretung, um als neutrale Beobachterin Asylsuchende bei ihren Anhörungen zu unterstützen. Auch mehr als 700 vietnamesische und kambodschanische Flüchtlinge, die sogenannten «Boat People», wurden unterstützt. In den 1970er-Jahren engagierte sich das Heks zudem für die Gleichberechtigung der schwarzen Bevölkerung in Angola, Simbabwe und Südafrika.

Fürs breite Publikum

Ein Film der Schweizer Regisseurin Barbara Miller, der die wechselvolle Geschichte des Heks nachzeichnet, ist für die zweite Jahreshälfte geplant. Er soll im Rahmen von «Lunchkinos» einem breiten Publikum präsentiert werden.

Bereits in den kommenden Wochen wird eine chronologisch aufgebaute Wanderausstellung zur Geschichte des Heks auf Tournee durch verschiedene Schweizer Ortschaften gehen. Dazu sind – sofern es die Covid-19-Lage erlaubt – zahlreiche Begleitveranstaltungen geplant.

Fusion mit Brot für alle

Durch die Fusion mit Brot für alle werde das Heks 2022 erneut einen grossen Wandel vollziehen, heisst es in einer Mitteilung. Mit der Bündelung der Kompetenzen und Ressourcen der beiden Hilfswerke sollen die Voraussetzungen geschaffen werden, um auch drängenden neueren Herausforderungen wie etwa dem Klimawandel oder globalen Pandemien begegnen zu können.

Die Fusion der beiden Stiftungen war im November 2020 beschlossen und angekündigt worden. Das neue Hilfswerk soll den Namen Hilfswerk der Evangelisch-reformierten Kirche Schweiz Heks tragen. Der Name Brot für alle bleibt aber als Marke erhalten. (sda/bat)