Heks und Brot für alle fusionieren

Die kirchlichen Hilfswerke Heks und Brot für alle schliessen sich zusammen. Damit wollen sie ihre Position stärken und die Wirkung ihrer Projekte und Aktivitäten verbessern.


Gespräche über eine Fusion von Heks und Brot für alle hat es in den vergangenen dreissig Jahren immer wieder gegeben. Bisher waren die Verantwortlichen aber immer zum Schluss gekommen, dass die Zeit für gemeinsame Strukturen noch nicht reif sei.

Das hat sich nun geändert: Bis im Jahr 2021 soll der Zusammenschluss der beiden Hilfswerke vollzogen sein. Das teilte das Hilfswerk der evangelischen Kirchen Schweiz (Heks) am Freitag in einem Pressecommuniqué mit. Im Oktober 2018 seien die ersten Arbeiten für den Zusammenschluss aufgenommen worden, Ende März respektive Anfang April hätten die Stiftungsräte der Organisationen schliesslich den Grundsatzbeschluss zur Fusion gefasst. Sie hoffen, damit Synergien zu schaffen und sowohl innovativer als auch konkurrenzfähiger zu werden.

Personalbestand soll reduziert werden

Die beiden Marken sollen vorläufig erhalten bleiben; Hauptsitz der neuen Organisation wird Zürich sein. Die Geschäftsstellen der Organisationen in Bern respektive Lausanne bleiben gemäss Mitteilung bestehen. Der Zusammenschluss werde aber eine «moderate Reduktion des Personalbestandes» mit sich ziehen, schreibt Heks. Diese soll «wenn immer möglich im Rahmen der regulären Personalfluktuation innerhalb der nächsten zwei Jahre umgesetzt werden.»

Heks hatte erst im März mitgeteilt, dass es den Gürtel enger schnallen muss wegen rückläufiger Spendenerträge, grosser Konkurrenz und der «allgemein schwierigen Wirtschaftslage». Sechs Stellen in der Schweiz fallen dieser Restrukturierung zum Opfer. Zudem zieht sich das Hilfswerk aus Ländern wie Moldawien und Simbabwe zurück. In Kolumbien sowie Israel/Palästina wird die Zahl der Projekte reduziert. Bereits früher beschlossen worden ist der Rückzug aus Indien. (sda/vbu)