Brot für alle mit Jahresabschluss zufrieden

Das Hilfswerk Brot für alle kann 2019 ein Plus von rund 1,2 Millionen Franken verbuchen. Dies obwohl die Einnahmen aus Spenden leicht abgenommen haben.


Seit rund einem Jahr ist klar: Die beiden Hilfswerke Heks und Brot für alle (Bfa) wollen fusionieren. Dadurch sollen Kräfte gebündelt und die Position auf dem hart umkämpften Spendenmarkt verbessert werden. Ein Blick auf den aktuellen Jahresbericht zeigt nun, dass Bfa gut für den Schritt gerüstet ist: Laut den am 19. Mai veröffentlichten Zahlen konnte die Organisation 2019 ein Plus von 1’242’947 Franken erwirtschaften.

Das gute Ergebnis kam demnach vor allem durch hohe Legateinnahmen zustande. Sie beliefen sich auf rund 1,2 Millionen Franken (Vorjahr: 599’000). Dafür fielen die Einnahmen aus Spenden um rund 500’000 Franken tiefer aus als noch 2018. Bfa schaue somit auf ein stabiles Geschäftsjahr zurück, heisst es dazu in der entsprechenden Medienmitteilung. Der Überschuss wurde dem Organisationskapital zugewiesen.

Schwerpunkte Klima und Konzernverantwortung

Doch nicht nur finanziell, auch inhaltlich zieht das Hilfswerk eine positive Bilanz. So hätten im vergangenen Jahr weltweit immer mehr Menschen für drastische Massnahmen zum Schutz des Klimas demonstriert – ein Thema, auf das auch Bfa einen starken Fokus lege. Die Organisation erwähnt dabei etwa die Trauerfeier für den Pizolgletscher (ref.ch berichtete) oder die gemeinsam mit Fastenopfer lancierten Klimagespräche.

Weitere Schwerpunkte setzte das Hilfswerk beim Thema Landgrabbing und der Konzernverantwortungsinitiative. Wie es in der Medienmitteilung heisst, unterstützten auf der von Bfa mitgegründeten Online-Plattform «Kirche für Konzernverantwortung» Ende 2019 bereits 60 evangelisch-reformierte Kirchgemeinden, zehn reformierte Kantonalkirchen sowie der Rat der Evangelisch-reformierten Kirche Schweiz das Anliegen. «Damit sind die Chancen auf einen erfolgreichen Abstimmungsausgang erheblich gestiegen», schliesst das Hilfswerk. (vbu)