Bootsmigration stark rückläufig
Die Bootsmigration nach Italien ist einem Bericht zufolge in den vergangenen Monaten massiv zurückgegangen. Wie die «Welt am Sonntag» (Wams) schreibt, sank die Zahl im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (Stand Mitte August) um 63 Prozent. Die Zeitung beruft sich auf Zahlen der Internationalen Organisation für Migration.
Den Rückgang über die zentrale Mittelmeerroute haben der «Wams» zufolge insbesondere Abkommen mit nordafrikanischen Mittelmeer-Anrainerstaaten bewirkt. Zuletzt hatte die EU Vereinbarungen mit Tunesien und Ägypten geschlossen, damit Flüchtlinge nicht in die EU gelangen.
Italiens Regierungschefin Giorgia Meloni unterzeichnete zudem ein umstrittenes Flüchtlingsabkommen mit Albanien. Menschenrechtsorganisationen warnen vor einer Verletzung der Menschenrechte durch die Abkommen.
Ein weiterer Grund für den Rückgang sind laut der «Wams» Anti-Schlepper-Operationen der libyschen und tunesischen Behörden. (sda/ hz)