Hilfsorganisationen retten Dutzende weitere Flüchtlinge
Im Mittelmeer haben private Seenotretter erneut Dutzende Flüchtlinge vor dem Ertrinken bewahrt. Allein die «Ocean Viking» kam vier Flüchtlingsbooten zu Hilfe, wie die Betreiberorganisation «SOS Méditerranée» mitteilte. Insgesamt sind demnach nun 261 Schutzsuchende an Bord des Rettungsschiffes. Die Crew der «Ocean Viking» hatte den Angaben zufolge bereits zuvor bei zwei Einsätzen 120 Menschen aus Seenot gerettet.
Laut dem Einsatzbericht von «SOS Méditerranée» übernahm die italienische Küstenwache die Überlebenden von zwei der vier Boote in Seenot. Die Flüchtlinge und Migranten der zwei anderen Boote sind demnach an Bord der «Ocean Viking». Dem Rettungsschiff sei der Hafen von Marina di Carrara im Norden Italiens zugewiesen worden.
Zuletzt rettete auch «Ärzte ohne Grenzen» Dutzende Schutzsuchende. Nach der Rettung von zwölf Flüchtlingen sind laut der Hilfsorganisation 99 Überlebende an Bord der «Geo Barents». Bereits Stunden zuvor war die Crew 87 Flüchtlingen zu Hilfe gekommen. Dabei soll das Boot einer libyschen Miliz den Einsatz gefährdet haben. Die italienischen Behörden wiesen der «Geo Barents» den Hafen von Salerno zu.
Das Mittelmeer ist eine der gefährlichsten Fluchtrouten weltweit. Dennoch stechen Flüchtlinge und Migranten aus nordafrikanischen Ländern wie Tunesien oder Libyen immer wieder Richtung Europa in See. Die Schiffe privater Organisationen und Initiativen halten Ausschau nach in Seenot geratenen Flüchtlingen. Seit Beginn des Jahres sind laut der Internationalen Organisation für Migration (IOM) mindestens 1063 Menschen bei der Überfahrt ums Leben gekommen, oder sie werden vermisst. (epd/ no)