«Ärzte ohne Grenzen» rettet 87 Flüchtlinge
Bei einem Einsatz im Mittelmeer hat «Ärzte ohne Grenzen» 87 Flüchtlinge und Migranten gerettet, wie die Hilfsorganisation auf der Internetplattform X bekanntgab. Während des Rettungseinsatzes näherte sich laut «Ärzte ohne Grenzen» ein Boot des sogenannten Stability Support Apparatus. Dabei handelt es sich um eine libysche Miliz, die 2021 gegründet wurde.
Bei der Ankunft der Patrouille seien viele der Flüchtlinge ins Wasser gesprungen. Sie fürchteten, in das nordafrikanischen Land zurückgeschleppt zu werden. Dennoch seien alle Schutzsuchenden nun sicher an Bord der «Geo Barents».
Libyen ist ein wichtiges Transitland für Flüchtlinge und Migranten auf dem Weg nach Europa. Die libysche Küstenwache und andere Milizen schleppen bereits in See gestochene Schutzsuchende immer wieder zurück. In Haftlagern drohen ihnen dort Folter und andere Menschenrechtsverletzungen.
Das Mittelmeer zählt zu den gefährlichsten Fluchtrouten weltweit. Seit Beginn des Jahres kamen laut der Internationalen Organisation für Migration über 1000 Menschen ums Leben oder sie werden vermisst. (epd/ pef)