Anglikanische Kirche

Bischöfin Mullally: Christen sollen Trennungen überwinden

Sarah Mullally wird als erste Frau an der Spitze der Kirche von England stehen. König Charles III. hat ihre Nominierung zur Erzbischöfin von Canterbury bestätigt. Am Sonntag hat Mullally im Berliner Dom gepredigt.

Die Bischöfin von London und künftiges Oberhaupt der anglikanischen Kirche, Sarah Mullally, hat im Berliner Dom Christen aufgerufen, gemeinsam aktiv zu werden, um Trennendes zu überwinden. «Wir sollen eine Gemeinschaft von Menschen sein, die sich radikal dem Evangelium Jesu Christi verschrieben hat», sagte Mullally in Berlin in ihrer auf Englisch gehaltenen Predigt.

Die Kirche sei nie als «Ansammlung von beliebigen Menschen» gedacht gewesen, «die sich zufällig am Sonntag im selben Gebäude versammelt haben». Vielmehr habe Gott die Menschen geschaffen, «damit sie in Gemeinschaft leben, nicht in Isolation», sagte die künftige Erzbischöfin von Canterbury: «Er ruft uns dazu auf, zu zeigen, wie es möglich ist, in einer Gesellschaft, in der Trennungen, Unversöhnlichkeit, Vorurteile und andere Krankheiten die Menschen ständig heimsuchen, in verbindlicher Liebe zusammenzuleben.»

Mullally übernimmt ihr neues Amt als geistliches Oberhaupt der Church of England im kommenden Jahr (ref.ch berichtete). Sie wird die erste Frau in der mehr als 1400-jährigen Geschichte des Amtes sein. Sie ist seit 2018 Bischöfin von London, die erste Frau in dieser Position. Mullally soll am 25. März 2026 in der Kathedrale von Canterbury in ihr Amt eingeführt werden. (epd/ dst)

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