Umfrage
Bevölkerung unterstützt Gleichstellung von LGBTQ-Personen
Laut einer Studie des Forschungsinstituts gfs-Zürich unterstützen über 80 Prozent der Personen in der Deutsch- und Westschweiz die Gleichstellung und den Schutz von LGBTQ-Personen. Die Zustimmung auf eine entsprechende Frage blieb über die Geschlechter, das Alter, die Sprachregion, den Bildungsstand, die Parteiensympathie und die Siedlungsart hinweg stabil, wie gfs-Zürich festhält.
Knapp 70 Prozent der Befragten zeigten sich jedoch besorgt über die zunehmenden queerfeindlichen Angriffe und Diskriminierungen. Nur unter den Anhängern der SVP teilte eine Mehrheit diese Sorge nicht.
Über 80 Prozent der Befragten fordern zudem ein gesetzliches Verbot von Diskriminierung am Arbeitsplatz aufgrund der sexuellen Orientierung. Etwas über 70 Prozent sprechen sich für ein nationales Verbot sogenannter «Konversionstherapien» aus. Bei solchen Pseudotherapien geht es darum, die homosexuelle Veranlagung von Menschen in eine heterosexuelle Veranlagung umzuwandeln.
Damit widerlegten die Zahlen klar die in Medien und Politik oft geäusserte Behauptung, die LGBTQ-Community fordere zu viel und stosse deshalb auf Ablehnung, teilte Studienauftraggeber Pink Cross mit. Der Rückhalt in der Gesellschaft für Gleichstellung und den Schutz für lesbische, schwule, bisexuelle, trans und queere Menschen sei breit verankert und parteiübergreifend.
Für die Studie wurden zwischen dem 2. und 28. April des laufenden Jahres 1010 Personen befragt. Die Studie ist laut der Autorenschaft repräsentativ für die erwachsene Bevölkerung in der Deutsch- und Westschweiz. (sda/ pef)