Berner Synodalrat Lucien Boder ist tot

Lucien Boder wirkte über zehn Jahre in der Exekutive der Berner Kirche. Am Mittwoch ist er unerwartet gestorben.

Im Synodalrat der Berner Kirche setzte sich Lucien Boder für die Anliegen der Pfarrschaft ein.
Im Synodalrat der Berner Kirche setzte sich Lucien Boder für die Anliegen der Pfarrschaft ein. (Bild: stahlphoto.ch)

Im Alter von nur 59 Jahren ist Lucien Boder am 15. August zu Hause gestorben, wie der Synodalrat der Reformierten Kirchen Bern-Jura-Solothurn mitteilt. Im Frühling sei er nach einer erfolgreichen Krebstherapie voller Tatendrang an die Arbeit zurückgekehrt.

Lucien Boder sei eine aussergewöhnliche Person gewesen, ein «begnadeter Zuhörer und Vermittler, voller Ideen und Visionen, mit Freude am Schönen in Natur und Kultur», heisst es in der Mitteilung weiter. Nicht zuletzt sei Boder ein zutiefst geistlicher Mensch gewesen.

Engagierter Brückenbauer

Der Pfarrer aus Vauffelin im Kanton Bern war seit 2007 im Synodalrat der Berner Kirche tätig. Zuletzt verantwortete er dort das Departement Theologie. Boder war Mitglied der jurassischen Fraktion.

Als Synodalrat sei Boder ein wichtiger Brückenbauer zwischen der Deutschschweiz und der Romandie gewesen, sagt Synodalrätin Pia Grossholz gegenüber ref.ch. Ein zentrales Anliegen sei ihm auch die sich wandelnde Rolle der Pfarrschaft gewesen. Zudem habe Boder an der Entwicklung des Visionsprozesses «Vision21» mitgewirkt.

Die Abdankungsfeier findet am 18. August um 13.30 Uhr in der Reformierten Kirche Orvin BE statt. Lucien Boder hinterlässt eine Frau und zwei Kinder. (no)