Eidgenössische Wahlen

Berner EVP nominiert Marc Jost für den Ständerat

Die Evangelische Volkspartei (EVP) im Kanton Bern schickt ihren Nationalrat Marc Jost ins Rennen um einen Sitz im Ständerat. Im Wahlkampf setzt die Partei auf ihre Kernthemen Familien- und Umweltpolitik.

Marc Jost – hier bei seinem Amtsantritt als Nationalrat – möchte für die EVP auch im Ständerat politisieren. (Bild: Alessandro Della Valle/ Keystone)

Die Evangelische Volkspartei des Kantons Bern hat ihren Wahlkampf lanciert. Rund 70 Delegierte sind zusammengekommen und unterstützten per Akklamation die Ständeratskandidatur ihres einzigen Nationalrates Marc Jost. Bereits 2011 hatte sich dieser vergeblich um einen Sitz in der kleinen Kammer bemüht. Im Dezember des vergangenen Jahres rückte er für Marianne Streiff in den Nationalrat nach.

Nur um die Aufmerksamkeit gehe es ihm mit seiner Kandidatur nicht, sagt Marc Jost im Gespräch mit ref.ch. «Die Bevölkerung soll eine echte Auswahl haben.» Sein sozialkonservatives Profil sei einzigartig. In seinem Wahlkampf will er, wie die EVP Schweiz und die EVP Kanton Bern, auf die Themen «Intakte Umwelt», «Respektvolles Miteinander» und «Starke Familien» setzen. Die Chancen auf einen Ständeratssitz der Partei sind äusserst gering. An den eidgenössischen Wahlen vor vier Jahren erzielte die EVP im Kanton Bern einen Wähleranteil von gerade einmal 4,2 Prozent.

Die Nomination der 86 Kandidaten für die eidgenössischen Wahlen im Herbst und die Gestaltung der Listen war an der Delegiertenversammlung Formsache. Die Delegierten hiessen auch alle weiteren Kandidaturen per Akklamation gut. Sie folgten damit dem Vorschlag der Parteileitung. Die 40 Frauen und 46 Männer treten auf vier Listen an. Ausserdem erteilten die Delegierten der Parteileitung einstimmig die Erlaubnis, die vierte Liste, auf der noch Plätze frei sind, mit weiteren Personen zu füllen. (pef)