Benin

Nach Putschversuch kommen westafrikanische Truppen ins Land

In Benin hat eine Gruppe von Militärs versucht, die Macht zu übernehmen. Der Staatenbund Ecowas will das Land nun durch Truppen stabilisieren.

Die westafrikanische Wirtschaftsgemeinschaft Ecowas entsendet eine Stabilisierungstruppe nach Benin. Wie der regionale Staatenbund mitteilte, werden sich Einheiten aus Nigeria, Sierra Leone, der Elfenbeinküste (Côte d'Ivoire) und Ghana beteiligen. Die Truppe solle den westafrikanischen Küstenstaat bei der Bewahrung der verfassungsmässigen Ordnung und territorialen Integrität unterstützen, hiess es.

In Benin hatte es einen Putschversuch gegeben, der jedoch scheiterte. Eine Gruppe aufständischer Soldaten hatte den Sitz des nationalen Fernsehsenders gestürmt und die Absetzung von Präsident Patrice Talon verkündet. Am späten Abend meldete sich Talon zu Wort und erklärte, die Lage sei unter Kontrolle. Laut Berichten der Nachrichtenplattform «Banouto» konnten mehrere von den Putschisten als Geisel gefangengenommene Militärs
befreit werden.

Der Putschversuch wurde international verurteilt. Der Vorsitzende der Kommission der Afrikanischen Union unterstrich, dass es keinerlei Toleranz gegenüber jeder verfassungswidrigen Regierungsänderung gebe. Das französische Aussenministerium rief zur Achtung der verfassungsmässigen Ordnung auf.

In Westafrika haben in den vergangenen Jahren in mehreren Ländern Militärs die Macht übernommen, unter anderem in Burkina Faso, Guinea, Mali und Niger. Den jüngsten erfolgreichen Putsch in der Region gab es erst Ende November in Guinea-Bissau. (epd/ gab)

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