Covid-19-Studien

«Bei Menschen in Heimen haben die Massnahmen Leid verursacht»

Wie kann die Schweiz eine künftige Pandemie besser bewältigen? Der Bundesrat hat zwei Berichte verabschiedet mit einem guten Dutzend Massnahmen.

Studien zu den Massnahmen in der Schweiz während der Corona-Pandemie zeigen, dass die Mehrheit der Bevölkerung jeden Alters die Krise gut überstanden hat. Der Bundesrat hält jedoch in aktuellen Berichten fest, dass alte Menschen in Heimen, junge Menschen, Alleinlebende, Vorerkrankte und Menschen mit finanziellen Problemen stärker belastet waren. Das steht in einer Mitteilung nach der Bundesratssitzung von dieser Woche.

Basierend auf mehreren Studien hält der Bundesrat Massnahmen fest, damit Menschen in Alters- und Pflegeheimen in Zukunft Pandemien besser bewältigen können. Denn er schreibt: «Insbesondere bei Menschen in Heimen haben die Massnahmen auch Leid verursacht.» Um das künftig zu verhindern, sollen Heimbewohner unter anderem am Entscheid über Massnahmen teilhaben können. Der Bundesrat schlägt vor, Bewohnerräte zu bilden. Ebenfalls sollen sich die Heime besser auf mögliche Pandemien vorbereiten.

Um jene Gruppen besser zu unterstützen, die unter der Krise besonders gelitten haben, fordert der Bundesrat einen Effort von Kantonen, Gemeinden und privaten Organisationen in den Bereichen Gesundheitsförderung, Prävention, Früherkennung und Intervention. Hilfe soll niederschwellig verfügbar sein. (dst)