Jugendliche psychisch stärker belastet
85 Prozent der Schweizer Bevölkerung haben sich 2022 gesund und 83 Prozent glücklich gefühlt. Gleichwohl lebt mehr als ein Drittel mit einem dauerhaften Gesundheitsproblem. Das geht aus der grössten Schweizer Gesundheitsbefragung hervor. Das Bundesamt für Statistik (BFS) führt diese seit 1992 alle fünf Jahre durch.
Der neusten Erhebung nach haben vermehrt Jüngere psychische Probleme. Ein Fünftel aller 18- bis 24-Jährigen gab an, darunter zu leiden. Vor allem junge Frauen sind tangiert, 18 Prozent gaben an, eine Angststörung zu haben. Wie Anne Lévy, die Direktorin des Bundesamts für Gesundheit (BAG), sagte, entspricht das einem längeren und internationalen Trend, der sich durch die Covid-19-Pandemie akzentuierte.
Im Allgemeinen bezeichneten sich aber 80 Prozent der Bevölkerung auch nach der Pandemie als «ruhig, ausgeglichen und gelassen», 83 Prozent als «glücklich». Nur 3 Prozent klagten über einen schlechten oder sehr schlechten Zustand. Von den über 65-Jährigen hatte die Hälfte ein dauerhaftes Gesundheitsproblem, 8 Prozent waren dadurch im Alltag stark eingeschränkt.
Aus der Befragung geht weiter hervor, dass sich über zwei Drittel bewusst ernähren. Vor allem auf Fleisch wird weniger häufig oder gar nicht mehr gegessen. Alkohol wird seltener getrunken, wenn dann aber in grösseren Mengen. Die Gesundheitsbefragung basiert auf den Antworten fast 22’000 Menschen. (sda/ jow)