Bei der Dargebotenen Hand Zürich gehen am 14. Juni nur Männer ans Telefon

Am Frauenstreiktag übernehmen Männer bei der Dargebotenen Hand Zürich die Anfragen. Die Verantwortlichen wollen damit ein Zeichen setzen für den Einsatz von Frauen in karitativen Organisationen.


Für den 14. Juni rufen Gewerkschaften und Frauenorganisationen zum zweiten landesweiten Frauenstreik nach 1991 auf. Gefordert wird unter anderem die bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie das Ende der Lohnungleichheit. Aber auch die Tatsache, dass Frauen einen Grossteil der Freiwilligenarbeit leisten, wird von den Organisatorinnen immer wieder thematisiert.

Nun schlägt auch die Dargebotene Hand Zürich in diese Kerbe: «Zwei Drittel unser 90 freiwilligen Mitarbeitenden sind Frauen. Sie sind es, die den grossen Teil der täglich rund 80 Gespräche führen», schreibt die Organisation in einer Mitteilung vom 5. Juni.

«Nur dank dem Einsatz von Frauen möglich»

Am Streiktag wird sich das nun ändern; ausschliesslich Männer werden sich dann um die Anfragen per Telefon, Mail und Chat kümmern. Damit hätten die freiwilligen Mitarbeiterinnen zum einen die Möglichkeit, sich an den Kundgebungen zu beteiligen. Zum anderen wolle man mit der Aktion aber auch «ein Zeichen setzen, dass die niederschwellige psycho-soziale Begleitung nur dank dem grossen freiwilligen Einsatz von Frauen möglich ist.»

Die Dargebotene Hand Zürich ist als Verein organisiert und wird massgeblich durch die Zürcher Landeskirchen unterstützt. Sie bietet Hilfe in Krisensituationen per Telefon, Chat oder Mail. (vbu)